Wohnkultur 16. bis 19. Jahrhundert

 

Der Gerichtssaal des Landvogtes Swin

Markus Swin war wie sein Großvater Peter ein angesehenes Mitglied des Rates der 48 Regenten. Nach dem Ende der Republik zählte er zu den Geiseln, die den Fürsten von den Dithmarschern gestellt werden mussten.
Schon 1559 ernannte der Herzog von Holstein-Gottorp Swin zum Landvogt in seinem Anteil Dithmarschens. Im Jahr darauf ließ sich Markus Swin als Wohn- und Amtssitz ein damals hochmodernes Gebäude errichten, das schon äußerlich kein "Bauernhaus" mehr war - und im Inneren erst recht nicht.

Wohnkultur im 19. Jahrhundert

Im 19. Jahrhundert wurden Sofa, Stühle und runder Tisch als Sitzgruppe zum Zentrum gesellig-familiären Lebens. Das Museum zeigt ein typisches Biedermeier-Sofa mit schwarzem Rosshaar-Bezug sowie Stühle und Tisch aus Mahagoni. Ihre schlichte Formgebung spiegelt den bürgerlich-familiären Charakter dieser Zeit wider. Das über dem Sofa aufgehängte Silhouetten-Bild und die Portrait-Miniaturen sind Zeichen des Freundschafts- und Familienkultes des Biedermeier.
Zentrales Ausstattungsstück ist der Schreibschrank, hier als Zylinder-Bureau von sehr aufwendiger Machart.

 
Gericht
Zu den vorhandenen Amtsräumen zählte neben der Schreibstube
an herausragender Stelle der Gerichtssaal, in dem Landvogt
Swin seinen Aufgaben als Richter nachging.


Stube
Der helle Kachelofen mit vergoldetem Dekor und urnenförmiger Bekrönung dürfte um 1790 entstanden sein und stand einst im
Haus des Landvogts Boie.

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